Abschied von Fritz Schramma: Kölns Zukunft war sein politisches Thema 

Köln nimmt Abschied von einem Oberbürgermeister, der die Stadt über fast ein Jahrzehnt geprägt hat. Fritz Schramma stand für eine Politik, die Köln als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort stärken wollte. 

Mit Fritz Schramma verliert Köln einen Menschen, der diese Stadt nicht nur verwaltet, sondern gelebt hat. Er war ein Kämpfer – für Köln, für seine Überzeugungen und für die Menschen, die hier zu Hause sind.  

Als Oberbürgermeister hat Fritz Schramma Köln über viele Jahre sichtbar mitgeprägt. Der Rheinauhafen, die Nord-Süd-Stadtbahn, die Förderung der Medien- und Kreativwirtschaft, der Ausbau von Ganztagsangeboten und sein Einsatz für Bildung und Integration stehen beispielhaft für eine Amtszeit, in der er viel bewegen wollte. Auch der Weltjugendtag 2005 und sein Engagement für den interreligiösen Dialog haben Spuren hinterlassen. 

Doch sein Vermächtnis lässt sich nicht allein an Projekten und politischen Entscheidungen messen. Fritz war vor allem ein Menschenfreund. Er konnte leidenschaftlich streiten, aber ebenso zuhören. Er war meinungsstark, zugewandt und immer davon überzeugt, dass Köln dann stark ist, wenn seine Menschen zusammenhalten. 

Ich habe von Fritz viel gelernt und werde mich an viele Gespräche, manche kontroverse Diskussion und vor allem an seinen klugen Rat erinnern. Wir waren nicht immer einer Meinung. Aber wir wussten beide, dass unterschiedliche Ansichten und gegenseitiger Respekt kein Widerspruch sein müssen. 

Fritz Schramma war ein echter Kölner – mit Herz, Haltung und einer großen Verbundenheit zu seiner Stadt. Köln hat ihm viel zu verdanken. Und Köln wird ihn vermissen. 

Meine Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden vor allem seiner Familie und seinen Freunden. Möge ihnen der Gedanke Trost geben, dass Fritz in dieser Stadt viele Menschen zurücklässt, die sich mit Dankbarkeit, Respekt und großer Zuneigung an ihn erinnern.