Am 1. September habe ich Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seinem Besuch in Köln-Chorweiler begleitet. Anlässlich des Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs 1939 besuchte er auf Einladung der Jüdischen Gemeinde gemeinsam mit vielen weiteren Vertreterinnen und Vertretern der CDU Köln das Begegnungszentrum der Synagogengemeinde.
Die Veranstaltung setzte ein bewusstes Zeichen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Ministerpräsident Wüst betonte: „Wer Hass sät, spaltet – wer sich erinnert, schützt unsere Demokratie.“ Abraham Lehrer, Vorsitzender der Synagogengemeinde Köln, hob hervor, wie wichtig politische Unterstützung ist, damit jüdisches Leben in Köln sichtbar und selbstverständlich bleibt. Neben der Gemeindeleitung nahmen auch Vertreter der Kirchen, Politik und Stadtgesellschaft teil. Auch ich war bei den Gesprächen dabei und habe den Austausch mit großem Interesse verfolgt.
Im Anschluss informierte sich Wüst am Pariser Platz beim Kölner Baudezernenten Markus Greitemann über die städtebauliche Entwicklung in Chorweiler. Mit über 150 Millionen Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen bereits in die Modernisierung von Wohngebäuden und die Aufwertung des Quartiers investiert. Die energetische Sanierung durch die GAG Immobilien AG verbessert spürbar die Wohn- und Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig bleiben Herausforderungen, etwa bei unsanierten Beständen, bestehen.