Mit dem Projekt HOLO-VOICES wird Erinnerung künftig auf neue Weise erfahrbar: Auf dem Gelände des Zollvereins in Essen ermöglichen KI-gestützte Hologramme fotorealistische Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust.

Grundlage für HOLO-VOICES sind umfangreiche Interview-Sitzungen mit Holocaust-Überlebenden. Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek hat bereits Gespräche mit Inge Auerbacher (Jahrgang 1934) und Kurt Salomon Maier (Jahrgang 1930) geführt und aufgezeichnet – diese Aufnahmen bilden die Basis für die holografische Rekonstruktion. Ergänzend haben Studierende der TU Dortmund gemeinsam mit Historikerinnen und Historikern einen umfassenden Fragenkatalog für weitere Interviews entwickelt. Das Projekt entsteht unter Federführung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund und wird am 27. Januar 2026, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, von Ministerpräsident Hendrik Wüst eröffnet.

Der Kampf gegen Antisemitismus bleibt eine generationenübergreifende Aufgabe. Der Schutz jüdischen Lebens ist und bleibt Staatsräson. Mit dem 10-Punkte-Plan gegen Antisemitismus stärkt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Prävention, Bildung und Sicherheit – etwa durch den Ausbau pädagogischer Angebote und den konsequenten Schutz jüdischer Einrichtungen. Die Arbeit der Stabsstelle Prävention wird künftig im neuen Demokratiezentrum in der Landeszentrale für politische Bildung fortgeführt.

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