Im Schulausschuss haben wir uns am 10. Dezember mit KI im Unterricht befasst. Konkret haben wir die ersten Ergebnisse aus der Schulpraxis von KIMADU (Künstliche Intelligenz im Mathematik- und Deutschunterricht) diskutiert. KIMADU ist ein Forschungs- und Entwicklungspilot, der in NRW an der Uni Siegen entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI Lernprozesse unterstützen und fachliches Lernen vertiefen kann, ohne die pädagogische Verantwortung der Lehrkräfte zu ersetzen.
KIMADU ist deshalb so wichtig, weil sich durch den rasanten Fortschritt generativer KI neue Möglichkeiten bieten, Lernen individualisierter und interaktiver zu gestalten. Diese Potenziale sollen systematisch und pädagogisch sinnvoll genutzt werden, denn viele Lehrkräfte und Schulen stehen vor der Herausforderung, wie KI sinnvoll in Schule integriert werden kann. Dafür bietet KIMADU einen strukturierten Rahmen mit wissenschaftlicher Begleitung und methodisch-didaktischer Reflexion.
Für Schülerinnen und Schüler kann der Einsatz von KI‑basierter Unterstützung dazu beitragen, dass Unterricht individueller auf ihre Bedürfnisse eingeht — etwa durch persönliche Förderung, adaptive Aufgaben und neues Feedback.
Schulministerin Feller betonte, dass KI bereits heute ein fester Begleiter unserer Schulen sei und Lehrkräften völlig neue Möglichkeiten eröffne, Lerninhalte anschaulich, individuell und motivierend zu vermitteln. Feller lobte insbesondere die von Schülerinnen und Schülern mitgestalteten KI-Agenten aus dem Projekt KIMADU, die ab sofort allen Schulen zur Verfügung stehen und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Gleichzeitig verwies sie auf die breite KI-Offensive des Landes: Lehrkräfte erhalten nun Zugang zum datenschutzkonformen KI-Chatbot Telli, mit welchem sie ihren Unterricht vorbereiten, Klassenfahrten planen oder andere Fragen klären können.
Die KI-Skilling-Initiative für Lehrkräfte ist zeitgleich erfolgreich gestartet und unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen dabei, die neuen Möglichkeiten didaktisch klug einzusetzen. Insgesamt sei das Ziel klar – so Feller: KI solle den Unterricht bereichern, Lernprozesse erleichtern und gleichzeitig Lehrkräfte entlasten.