Antisemitismus tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf und stellt Schulen zunehmend vor große Herausforderungen. Als Spiegel unserer Gesellschaft sind auch Bildungseinrichtungen mit antisemitischen Einstellungen und Vorfällen konfrontiert. Die Landesregierung setzt deshalb konsequent darauf, Schulen und Lehrkräfte im Umgang mit Antisemitismus gezielt zu unterstützen und Präventionsarbeit dauerhaft zu stärken.
Mit den neuen Unterrichtsmodulen „AMUDIM – Antisemitismuskritische Module für Unterrichtende mit Digital-Interaktiven Methoden“ stellt das Schulministerium gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf ein weiteres praxisnahes Instrument für den Schulalltag bereit. Entwickelt wurden die Materialien durch die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (SABRA), die vom Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf getragen wird.
Die digitalen Module unterstützen Lehrkräfte dabei, unterschiedliche Formen des Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Dabei werden insbesondere israelbezogener, islamischer sowie völkischer Antisemitismus behandelt. Neben fachlichen Grundlagen vermitteln interaktive Lernformate konkrete Handlungsmöglichkeiten für typische Situationen im Schulalltag und stärken so die Handlungssicherheit der Lehrkräfte.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einordnung aktueller Erscheinungsformen antisemitischer Narrative. Mithilfe wissenschaftlich fundierter Ansätze, etwa des sogenannten 3-D-Modells zur Erkennung von israelbezogenem Antisemitismus, erhalten Lehrkräfte Orientierung im Umgang mit komplexen politischen und gesellschaftlichen Debatten im Klassenzimmer. Gleichzeitig sensibilisieren die Materialien für antisemitische Codes, Symbole und Ausdrucksformen, die im schulischen Umfeld zunehmend auftreten.
Mit AMUDIM baut Nordrhein-Westfalen die bestehende Unterstützungsstruktur gegen Antisemitismus konsequent weiter aus. Damit leistet das Land einen wichtigen Beitrag, um Schulen als Orte des Respekts, der Demokratiebildung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu sichern.