Der Kölner Landtagsabgeordnete Florian Braun, Ausschussvorsitzender für Schule und Bildung, sieht den eingebrachten Gesetzesentwurf zur Einführung von sogenannten ABC-Klassen als Meilenstein für NRW an:

„Das Konzept sieht eine individuelle und verbindliche Förderung von Kindern mit Sprachdefiziten im Vorschulalter vor. Mit dieser Maßnahme stärken wir Chancengerechtigkeit direkt zu Beginn der Bildungslaufbahn. Ein echtes Update für unser Schulsystem und ein Gewinn für unsere Kinder.“

Wie Studien zeigen, verfügen zurzeit rund ein Viertel der Schulanfänger nicht über die notwendigen Vorläuferkompetenzen, um dem Unterricht folgen zu können. Diese Kinder starten mit einem Rückstand, der sich im weiteren Bildungsweg nur schwer aufholen lässt. Als Konsequenz hat die Landesregierung einen Gesetzesentwurf eingebracht, der eine verbindliche, vorschulische Sprachförderung dieser Kinder von zwei Mal wöchentlich je zwei Stunden über das gesamte Jahr vor dem regulären Schulstart vorsieht. Grundlage dafür ist eine vorgezogene und landesweit einheitliche Sprachstandsfeststellung bei Schulanmeldung. Die ABC-Klassen ergänzen damit die alltagsintegrierte Sprachbildung in den Kitas.

In der Plenardebatte zu den ABC-Klassen betonte Florian Braun: Es geht nicht um ein „Entweder-Oder“ zwischen Kita und zusätzlicher Förderung. Wer behauptet, mit den ABC-Klassen würde die Sprachförderung in den Kitas geschwächt, verkennt die Realität. Im Gegenteil – wir bauen auf dem Bestehenden auf und ergänzen es dort, wo es an Grenzen stößt.

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