Frühkindliche Sprachbildung zählt zu den Kernfragen der Bildungspolitik – und sie entscheidet sich nicht im Klassenzimmer, sondern bereits in der Kita. Genau aus diesem Grund war ich am 14. April gemeinsam mit meinem Kollegen Jens Kamieth MdL, dem Sprecher für Familie, Kinder und Jugend der CDU-Landtagsfraktion, im Fröbel-Kindergarten Völklinger Straße in Düsseldorf zu Gast.
Fröbel ist Deutschlands größter überregionaler freier Träger von Kindertageseinrichtungen – derzeit rund 250 Einrichtungen in 13 Bundesländern, davon 90 allein in Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf haben uns Marek Körner und Oliver Just (Bereichsleitung West), Maryam Dalir (Geschäftsleitung Region Düsseldorf) und Nina Schachtschneider (Fachberatung Region Düsseldorf) gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Celine Pagel und Meta-Leiter Timo Schürmann eindrücklich vor Augen geführt, wie Fröbel das BaSiK-Verfahren in der täglichen Praxis einsetzt. Das Akronym steht für „Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen“. Konkret bedeutet dies: Bei Fröbel werden die Sprachstände aller Kinder ab dem zweiten Geburtstag systematisch erhoben, digital erfasst, altersnormiert ausgewertet und in passgenaue Förderangebote überführt.
Aus bildungspolitischer Perspektive ist dies in zweifacher Hinsicht aufschlussreich. Erstens, weil BaSiK als wissenschaftlich fundiertes Beobachtungsverfahren bereits in mehreren Bundesländern empfohlen und derzeit in der „SteBas“-Studie der Universität Bamberg als Grundlage für einheitliche Schwellenwerte erprobt wird. Anstelle punktueller Tests setzt das Verfahren auf Beobachtung in natürlichen Alltagssituationen und ermöglicht so eine ganzheitliche, ressourcenorientierte Einschätzung. Zweitens, weil auch unser Ansatz in NRW mit der vorgezogenen Sprachstandsfeststellung und den ABC-Klassen genau dieser Logik folgt – Kinder noch vor der Einschulung dort gezielt zu fördern, wo Förderbedarf tatsächlich besteht.
Praxistermine wie dieser sind für die Arbeit im Schul- und Bildungsausschuss von großem Wert: Sie belegen, dass datengestützte Sprachbildung längst funktioniert – überall dort, wo Träger, Fachkräfte und Politik an einem Strang ziehen.