Mein Name ist Julius von Velsen, ich bin 20 Jahre alt und studiere Politik, Verwaltung und Internationale Beziehungen. Vom 1. bis 14. Juni durfte ich ein zweiwöchiges Praktikum im Büro von Florian Braun absolvieren – verteilt zwischen dem Wahlkreisbüro in Porz mit seinem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Julian Jäger und dem Landtagsbüro unter der Koordination von Büroleiterin Julia Gruben.
In diesen zwei Wochen habe ich gelernt, dass politische Arbeit weit mehr ist als Sitzungen und Abstimmungen. Im Wahlkreisbüro war ich hauptsächlich mit der Vorbereitung von Materialien für den Landtagsausschuss für Schule und Bildung, Recherchen und der Erstellung von Newslettern beschäftigt. Diese scheinbar alltäglichen Aufgaben verdeutlichten mir jedoch schnell, wie zeitintensiv und gründlich die Vorbereitung auf die einzelnen Themen sein muss – und wie viel Zeit darauf verwendet wird, auf die konkreten Wünsche und Anfragen der Bürger per E-Mail zu reagieren. Das hat mir gezeigt, dass Bürgernähe eben nicht selbstverständlich ist, sondern aktiv gelebt werden muss.
Im Landtag selbst hatte ich das Privileg, direkt bei ASB-Sitzungen, Fraktionssitzungen und Vorbesprechungen dabei zu sein. Besonders fasziniert hat mich die Dynamik innerhalb des Ausschusses – wie die Parteien bei den gleichen Themen wie ABC-Klassen, Mehrsprachigkeit oder Schulgewalt zu ganz unterschiedlichen Positionen kommen und wie produktiv diese Diskussionen gleichzeitig sein können. Ein absolutes Highlight war der Besuch des WDR-Rundfunkrats in Köln, wo ich erleben durfte, wie über grundsätzliche Programmentscheidungen debattiert wird und welche Prozesse dahinterstecken.
Was mich besonders beeindruckt hat: Ich habe gelernt, dass politische Veränderungen langfristige Prozesse sind. Gleichzeitig habe ich gemerkt, welches Potenzial eine bessere Digitalisierung haben könnte – sowohl für die Effizienz als auch für die Bürgerbeteiligung.
Mein Fazit nach diesen zwei Wochen ist: Dieses Praktikum war eine intensive und ehrliche Perspektive auf den Alltag eines Abgeordneten. Ein besonderer Dank gilt Julia Gruben, die keine Mühen gescheut hat, mich vollkommen in den Arbeitsalltag einzubinden, mir jeden Prozess geduldig zu erklären und mir stets das Gefühl gegeben hat, ein vollwertiger Teil des Teams zu sein. Ich freue mich jetzt auf die kommenden 3 Wochen im Büro von Frau Dr. Peil und auf weitere Einblicke in die vielseitige Welt der Politik.