GEMA-Pauschalvertrag entlastet rund 33.500 Vereine in Nordrhein-Westfalen

Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat mit der GEMA einen Pauschalvertrag geschlossen, der zum 1. Juli 2026 in Kraft tritt und setzt damit einen Auftrag der schwarz-grünen Koalition um. Ziel ist eine spürbare finanzielle Entlastung von Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen bei der Musiknutzung im Rahmen bestimmter Veranstaltungen. Bis einschließlich 2027 stellt das Land dafür drei Millionen Euro zur Verfügung. Profitieren können nach Angaben des Ministeriums rund 33.500 Vereine und Organisationen in Nordrhein-Westfalen.

Berechtigt sind gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, deren Arbeit überwiegend ehrenamtlich getragen wird. Jede berechtigte Organisation kann bis zu vier Veranstaltungstage pro Kalenderjahr über den Vertrag abrechnen – vorausgesetzt, die Veranstaltung wird vorab bei der GEMA angemeldet, es wird kein Eintrittsgeld erhoben und die Veranstaltungsfläche beträgt maximal 500 Quadratmeter. Politische Organisationen und Parteien sind ausdrücklich nicht berechtigt. Ministerium und GEMA prüfen zudem, ob künftig auch Karnevals- und Schützenfestumzüge in den Rahmenvertrag aufgenommen werden können.

Was vor Ort konkret spürbar wird: Sommerfeste, Dorffeste, Gemeindefeste und Vereinsjubiläen – also gerade das, was unsere Stadtteile in Porz und Kalk im Jahresverlauf prägt – werden für die organisierenden Vereine günstiger. Weniger Geld fließt in Gebühren, mehr bleibt für die eigentliche Vereinsarbeit. Das ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Ehrenamts, das in unseren Veedeln einen zentralen Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens bildet.