Industrietag Raumfahrt Nordrhein-Westfalen: Köln auf dem Weg zum SPACEHUB COLOGNE

Köln-Wahn entwickelt sich zur europäischen Adresse für die Raumfahrt der Zukunft. Genau das stand beim ersten Industrietag Raumfahrt Nordrhein-Westfalen am 27. Mai im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der Agenda: Raumfahrt als Industriethema, als Sicherheits- und Souveränitätspolitik – und Nordrhein-Westfalen als Standort, der dabei eine führende Rolle einnehmen will.

Eingeladen hatten die Staatskanzlei NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE), AeroSpace.NRW, dem DLR und der ESA. Unter den Teilnehmenden waren unter anderem Ministerpräsident Hendrik Wüst, die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, NRW-Raumfahrtbotschafter Reinhold Ewald sowie die ESA-Astronauten Matthias Maurer und Alexander Gerst. Auf dem Programm standen Chancen für Mittelstand und Start-ups, Künstliche Intelligenz, Erdbeobachtung sowie der Wandel hin zu „New Space“ mit verstärkter privatwirtschaftlicher Beteiligung.

Im Mittelpunkt stand das Konzept SPACEHUB COLOGNE – Köln als europäisches Zentrum für sichere Satellitenkommunikation, Forschung und industrielle Wertschöpfung. Ein konkretes Schlüsselprojekt ist der GOVSATCOM-Hub auf dem DLR-Gelände, dessen Spatenstich für Juni 2026 geplant ist. Mit ihm entsteht eine hochsichere Kommunikationsinfrastruktur als Baustein des europäischen IRIS²-Programms – das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben mit bis zu 50 Millionen Euro. Damit wird unser Stadtbezirk endgültig zu einer der zentralen Adressen für europäische Raumfahrt.

Mit DLR, ESA- EAC, dem gemeinsam von DLR und ESA betriebenen Mondzentrum LUNA und künftig dem GOVSATCOM-Hub liegen einige der wichtigsten Raumfahrteinrichtungen Europas in unserem Stadtbezirk. Raumfahrt ist dabei längst nicht mehr nur Exploration, sondern Grundlage für Satellitenkommunikation, präzise Navigation, hochauflösende Erdbeobachtung, Katastrophenschutz und Verteidigung. Wer diesen Standort konsequent stärkt, schafft hochwertige Arbeitsplätze, hält wissenschaftliche Exzellenz im Land und sichert zugleich ein Stück europäische Souveränität.