Update Schule: Anpassung Ausbildungsordnung Grundschule

Bei der monatlichen Sitzung des Schulausschusses hat uns das Ministerium notwendige Änderungen der Ausbildungsordnung Grundschule dargestellt. Zusätzlich fand am 11. März eine Anhörung zu Vor- und Nachteilen zur Einführung von Schulbudgets statt.

Auf Vergleichsbasis mit den anderen Bundesländern erläuterte Ministerin Feller dem Schulausschuss, dass in NRW bisher deutlich weniger Stunden pro Woche für die Schulfächer Mathematik, Deutsch und Sachunterricht veranschlagt sind. Im Zuge der Studienergebnisse des IQB-Bildungstrends wurde deutlich, welche große Bedeutung diese Fächer für den Erwerb der Basiskompetenzen haben. Auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz kommt zu gleichlautenden Ergebnissen und Empfehlungen. Auf dieser Basis passt das Schulministerium jetzt die Stundenverteilung bei der Ausbildungsordnung Grundschule an.

Bei einer Anhörung beschäftigten wir uns mit Schulbudgets als flexiblen Budgets zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung durch die Schulen. Unter allen Sachverständigen bestand Einigkeit, dass sich in den letzten Jahrzehnten das Anforderungsprofil der Schulleitungen gewandelt und an Komplexität zugenommen hat. Deshalb werden Entlastungen der Schulleiterinnen und Schulleiter durch die Bank begrüßt.

Die Sachverständigen waren sich auch einig, dass ein Mehr an Verantwortung auch mit mehr Aufwand und Dokumentationspflichten und Verwaltungstätigkeiten einhergeht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob zunehmende administrative Aufgaben zu Lasten von pädagogischen Tätigkeiten der Schulleitungsteams gehen würden. Ob die Einführung von Schulbudgets zu einer Entlastung der Schulen im Land führen kann, wird von den Abgeordneten nun weiter diskutiert.