14 Jahre warten, 14 Jahre Provisorium – und dann endlich wieder dieser Moment: Die Türen der Kölner Oper am Offenbachplatz gehen auf. Ich war bei der Eröffnungsveranstaltung dabei und habe erlebt, wie aus einem lange vermissten Kulturort wieder ein lebendiger Treffpunkt für ganz Köln wurde.
Nach 14 Jahren im Interim kehren die Bühnen Köln an ihren angestammten Platz zurück. Das Opernhaus wurde umfassend saniert und technisch modernisiert, zugleich blieb der charakteristische Riphahn-Bau erhalten. Auch die neue Kinderoper unter dem Kleinen Offenbachplatz gehört zum zurückkehrenden Bühnenensemble.
Was mich besonders beeindruckt hat: Die Wiedereröffnung war kein abgeschotteter Festakt für ein Fachpublikum. Der Offenbachplatz gehörte an diesem Wochenende den Kölnerinnen und Kölnern. Bei Führungen, Technikshows, Musik und zahlreichen Angeboten konnte man die neuen alten Bühnen wirklich erleben. Und spätestens als am Sonntagabend erstmals wieder Musik im Opernhaus erklang, war klar: Die lange Zeit des Wartens ist vorbei.
Für Köln ist das mehr als die Rückkehr eines Gebäudes. Oper und Schauspiel sind Teil der kulturellen Identität dieser Stadt. Sie schaffen Begegnungen, geben Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und machen Kultur mitten in der Innenstadt erlebbar.